Die Höhle

 

 

 

 

 

Entstehung

 

Vor 350 Millionen Jahren war das heutige Sauerland von einem großen und warmen Meer bedeckt. In dem sauerstoffreichen und salzigen Wasser fühlten sich Korallen und andere Schalentiere sehr wohl. In über Millionen von Jahren türmten sich Korallen und Kalkpanzer zu einer dicken Kalkschicht aufeinander.

 

Vor ca. 100 Millionen Jahr gab es in Mitteleuropa große tektonische Verschiebungen. Gebirge entstanden, Gesteinsschichten wurden gedreht und verschoben und Spalten und Risse ließen Wasser ins Erdreich eindringen. Subtropisches Klima brachte vor ca. 2 Millionen Jahren Hitze und viel Regen ins Sauerland. In den Eiszeiten wurde es bitter kalt und in den Zwischeneiszeiten ergossen sich große Bäche von Schmelzwasser. All diese trug dazu bei, dass das Land der tausend Berge und Täler seine heutige Form gefunden hat.

 

Durch das Sauerland und Südwestfalen zieht sich ein langer Kalkrücken, den das Wasser im Laufe von Jahrtausenden an vielen Stellen ausgehöhlt hat. „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Dieses Sprichwort benutzen wir, wenn Geduld und Ausdauer gefragt sind. Jeder Regentropfen, der oberhalb der Veleda-Höhle im Boden versickert ist, hat einen kleinen Beitrag zur Entstehung dieses großen Hohlraumes geleistet.

 

 

Lage und äußere Erscheinung

 

Die Veleda Höhle liegt im oberen Ruhrtal südlich von Velmede in der Gemeinde Bestwig auf der Nordseite des Ostenberges in einem schmalen Band des devonischen Sparganophyllum-Kalkes, in dem vor einigen Jahren nur 2 Kilometer entfernt eine weitere Höhle entdeckt wurde. Im Volksmund wird der Kalkzug auch „Hohler Stein“ genannt.

 

Die Höhle besteht aus einer zweigeteilten großen Halle und einem Seitengang. Der Seitengang endet nach etwa 90 m im s. g. „Schusterstübchen“. Die Höhle ist insgesamt rund 50 m tief und ist damit eine der tiefsten Höhlen in Nordrhein-Westfalen.

 

Drei Eingänge ermöglichen den Zugang, von denen allerdings nur der westliche begehbar ist. Alle drei Eingänge liegen nach Norden. Der mittlere Eingang, das sogenannte Fuchsloch, ist nur kriechend zu durchqueren und mündet in der Oberen Halle. Der östliche Eingang, der der größte von allen Eingängen ist, wäre nur mit Leitern zu benutzen. Er erlaubt aber einen großartigen Überblick für die gesamte obere Halle.

 

Die obere Halle ist bis zu 12 m hoch und ca. 10 m breit. Ein Durchgang von ca. 3 m Höhe verbindet die obere mit der unteren Halle. Beide Hallen sind zusammen ca. 80 m lang und fallen mit ca. 30° nach Süden ab. In der Höhle gibt es nur wenige Tropfsteine. Auffallend ist jedoch ein kegelförmiger Stalaktit von 2,2 m Durchmesser und 3,35 m Länge in der unteren Halle. Er schwebt mit seinem Ende frei über einem Kalksinterbecken. Im Volksmund wird er Brausekessel genannt. Dahinter befindet sich ein Teich, dessen Wasserstand sich nur geringfügig ändert.

 

 

Erforschung der Höhle

 

Im Jahre 1910 wurden unter der Leitung des Geologen Emil Karthaus große Mengen von Gesteinen aus dem oberen Teil der Veleda-Hohle schaffen gelassen, um zu erfahren, wer in der Höhle gelebt hat und wann sie bewohnt war. Um die Jahrhundertwende hat Prof. Carthaus zahlreiche Höhlengrabungen im Sauerland durchgeführt. Die Funde dieser Grabungen datieren hauptsächlich in die vorrömische Eisenzeit. Steinzeitliche Funde wurden nicht gemacht. Neben vielen Knochen von Tieren wurden in der Höhle auch Reste von Zähnen und Schädelknochen von mindestens 32 Menschen gefunden. Daneben fanden sich verschiedene weitere eisenzeitliche Relikte wie Keramikscherben und Schmuckbestandteile.

Die Reste menschlicher Skelette wurden als Opferrest gedeutet. Dies wird dadurch bestärkt, dass viele Knochenfunde am Rand einer Feuerstelle gemacht wurden. Der vorgetragenen Deutungen als kultischer Ort, an dem den unterirdischen Mächten Opfergaben dargebracht und demnach auch Menschen geopfert und verzehrt worden sein sollen, wirdheute allerdings widersprochen. Nach heutiger Deutung lassen sich die Funde als Sekundärbestattungen erklären.

 

Die Veleda-Höhle war seit Menschengedenken offen. Dies führte dazu, dass immer wieder Hobbygräber kamen und mitnahmen, was ihnen gefiel. Noch in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden große Mengen von Stalaktiten oder Stalakmiten abgebrochen und mit nach Hause genommen. Die Natur braucht Tausende von Jahren, um diese „Räuberei“ wieder zu ersetzen. Das Verschließen der Veleda-Höhle war deshalb ein sinnvolles Handeln der Gemeinde und der Höhlenaufsicht. Die Gitter haben aber auch dafür gesorgt, dass in den letzten 50 Jahren die Veleda-Höhle immer weiter aus dem Bewusstsein der Menschen im Ruhrtal verschwunden ist. Das älteste Kulturdenkmal von Velmede drohte in Vergessenheit zu geraten.

 

 

 

Brauchtum, Sagen und Erzählungen

 

Die Verbindung zwischen der germanischen Seherin Veleda und der Höhle bei Velmede hat viele Sagen und Erzählungen entstehen lassen und Brauchtum hervorgebracht, das sich bis in das 19. Jahrhundert erhalten hat.

 

Das Hollenloch zu Velmede aus: F.A.Groeteken, Sagen des Sauerlandes, Jos.Grobbel Verlag, Fredeburg

 

In stürmischer Nacht zog einst Veleda, die berühmte germanische Seherin aus dem Stamme der Brukterer in die große Bogenhalle über der Stadt Velmede ein. Bisher hatte die Ehrfurcht gebietende Gestalt der Drude auf einem Turm am unteren Lauf der Ruhr gewohnt. Vor den Verfolgungen der Römer zog sie flussaufwärts, um in der Velmeder Höhle der Weissagung geheimnisvolle Gabe zu pflegen. Hierhin kamen die Menschen von weit und breit, warfen sich nieder in der weiten Höhle und starrten nach dem dunklen Schlunde, der im Hintergrunde der Höhle senkrecht in die Tiefe führt. Wirft man einen Stein hinab, so schlägt er hundertmal am Felsgestein auf, ehe er plätschernd tief unter in dunkelrauschenden Gaswässern verschwindet. Aus diesen Spalten kam die ernste Seherin, wenn sie, weit vorgebeugt, den Willen der ewigen Götter im zischenden kochenden Grunde erfahren hatte.

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich noch bis ins letzte Jahrhundert Jung und Alt aus Velmede zu einer Prozession zur Veleda-Höhle aufmachten. „Sie gingen ohne christliche Zeichen oder Gebete zur Höhle. Dort sangen und beteten sie nach christlicher Weise, um auf dem Rückweg Osterlieder zu singen.“ Pfarrer Eiffler beschreibt diesen Brauch 1817 in der Kirchenchronik „Niemand kennt den Ursprung dieses Tuns, weder ist eine Sage die Ursache, sondern sie haben immer so getan.“

 

Der Heimatforscher Kohle berichtet in seiner Chronik von 1958, dass man um 1860 am Ostersonntag vor dem Anzünden des Osterfeuers zur Höhle ging. Jeder, der in die Höhle hinabstieg, warf einen Stein in die untere Halle. Ein anderer Brauch sei das Aufsuchen des Teiches am Grunde der Höhle gewesen, um aus dem Wasserstand Voraussagen auf ein fruchtbares oder unfruchtbares Jahr zu treffen. Diese Bräuche sind nach dem Ersten Weltkrieg nicht weitergeführt worden.

Annette von Droste-Hülshoff hat auf einer Reise durch das Sauerland die Veleda-Höhle besucht. Sehr beeindruckt von der Atmosphäre beschreibt sie „Veleda’s Wohnung“ als kirchenähnliche Halle und versetzt die Leser in die Zeit der „Wodansgläubigen Väter“, die in Bärenhäute eingewickelt auf die mächtige Drude Veleda warteten. Dabei erwähnt sie den Brauch, dass die Menschen gern Steine in den „Schlund der Höhle“ geworfen haben.

Noch im letzten Jahrhundert wurde in Velmede berichtet, dass junge Frauen zur Höhle hinaufstiegen und in die Höhle riefen: „Veleda gib mir einen Mann“. Aus der Höhle antwortete das Echo jedes Mal: „Han“.

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich auch viele Erzählungen und Sagen gebildet, die die Veleda-Höhle zum Kernpunkt haben. So wurde den Kindern erzählt, dass der Storch die Kinder aus dem „Hohlenstein“ hole. Weiter wurde erzählt, dass in der Höhle Riesen gewohnt haben, die mit jeweils einem Fuß auf den nördlich und südlich der Ruhr gelegenen Bergen standen, um sich in der Ruhr zu waschen.

Woanders wird berichtet, dass die Hollen die Höhle bewohnt hätten. Sie hätten den Menschen geholfen und ihnen ihre Braupfanne verliehen und erhielten darauf von den Leuten als kleine Gabe etwas von dem Gebräu. Ebenso seien die Menschen zur Höhle hinaufgestiegen, um von Veleda den Willen der ewigen Götter zu erfahren.

 

Eine schöne Erzählung handelt von einem Velmeder Jägersmann, der von einer schönen Frau, die in der Höhle lebte, verführt und von seiner Ehefrau getrennt werden sollte.

 

Die Unholde und der Jäger

Vor langen Zeiten lebte in Velmede ein junger Jägersmann. Er jagte in den Bergen vom Stimmstamm bis zum Ohlenkopf. An einem sonnigen Herbstmorgen schritt er frohgemut den Bergen zu und sah in seinem grünen Jägerkleid und dem federgeschmückten Hut sehr stattlich aus. Er wollte die Berlarberge bejagen und nahm den Weg an der Veledahöhle vorbei. Mit großem Erstaunen sah er am Eingang der Höhle eine Frau, die ihm freundlich zuwinkte. Es war eine Unholde. Ein faltenreiches Gewand umgab ihre hohe, schlanke Gestalt. Ihr Gesicht war von verführerischer Schönheit, und es wäre wohl jung und froh erschienen, hätte nicht das graue, verwitterte Haar den Kopf umrahmt.

 

„Du gefällst mir, Jägersmann!“, sprach sie. „Komm mit in meinen Berg. Dort sollst du in einem silbernen Schlosse wohnen, und alle Schätze der Berge sollen dein Eigen sein.“ Das lockte den Jäger zwar sehr, aber er dachte an seine junge Frau und sprach: „Ich kann nicht bei dir in dem silbernen Schlosse wohnen. Ich habe drunten im Tal meine junge Ehefrau! An ihr hängt mein ganzes Herz. Ich würde sie trotz aller Schätze nicht vergessen können.“ Da wurde die Unholde unwillig. Sie ließ sich aber nichts anmerken, lächelte freundlich und sprach: „Aber besuchen kannst du mich doch! Du sollst mir die fröhlichen Waidsmannslieder singen. Bring mir auch eine Locke vom Haar deiner Frau mit. Ich will sie wie in Kleinod hüten.“ Da sie so freundlich bat, mochte der Jäger die Bitte nicht abschlagen. Dann schritt er den Bergen zu. Das Wild hatte von ihm heute jedoch nichts zu fürchten. Er musste immer wieder an die Frau vor der Höhle denken, an ihre weiche, warme, freundliche Stimme und ihre Versprechungen. Dann wurde es ihm unbehaglich zumute, und er beschloss, in Zukunft die Nähe der Höhle zu meiden. Würde die Unholde ihm aber nicht Schaden zufügen, wenn er sein Versprechen bräche? So war er voller Sorge und Zweifel.

 

Die Unholde saß währenddessen vor der Höhle und war von brennender Sehnsucht erfüllt. Sie wollte den Jäger für sich gewinnen. Darum holte sie einen silbernen Kamm aus der Höhle und kämmte ihre schweres, graues Haar, bis es weich und silberglänzend wurde. Der leuchtende Schein war weithin zu sehen. Sie kleidete sich in ein von silbernen Fäden durchwirktes Gewand. Als der Jäger am Abend desselben Tages heimwärts ging, gewahrte er den glänzenden Schein. Er wusste, dass die Verführerin ihn lockte. Voll Sorge eilte er zu seiner jungen Frau. Er erzählte ihr aber nichts von der Begegnung, um sie nicht zu beunruhigen. Am andren Morgen erhob er sich früh, schnitt seiner Frau eine Locke vom Kopf und stieg zur Höhle hinaus. Gleich heute wollte er der Unholden die Locke bringen. Dann aber würde er nie wieder in ihre Nähe kommen. Sie sollte ihn nicht noch mehr in ihren Bann schlagen.

 

Die Unholde erwartete ihn bereits. Wie ein leuchtender Silbermantel hing ihr das gelöste Haar um die Schultern. Verführerisch lächelte sie den Jäger an. Sie nahm die Locke, die er ihr reichte und warf sich verächtlich hinter sich in die Höhle .Da erkannte der Jägersmann ganz klar, dass die Unholde ihn von seiner Ehefrau trennen wollte. Ein heftiger Zorn wallte in ihm auf. Mit geballter Faust stieß er sie in das Dunkel der Höhle zurück und verließ schnell den Ort der Gefahr. Von Sorge um seine Frau erfüllt, eilte er nach Hause. Er fürchtete, dass die Unholde ihr Schaden zugefügt haben könnte. So freute er sich, als er sie schon von weitem im Gärtchen hinter dem Haus bei der Arbeit sah.

 

Die Unholde aber lag untröstlich im Dunkel der Höhle. Ärger und Scham ließen Haar und Gewand wieder grau werden, wie die Felsen und herbstlichen Nebel. Alljährlich aber steigt die Unholde an leuchtenden Herbsttagen wieder aus der Tiefe der Höhle. Sie sitzt wartend im Schein der Sonne und kämmt ihr felsgraues Haar, bis es silbern erleuchtet. Aber der Jäger kommt nicht wieder. Dann rauft die Enttäuschte ihre Haare; dass die silbernen Fäden weiter über Berg und Tal fliegen. Die Menschen sagen, wenn einer der dünnen Fäden an der Kleidung eines jungen Burschen oder Mädchens haften bleiben, so würden sie der Liebe Lust und Leid erfahren. Das ist der Zauber, der heute noch von der Unholden ausgeht.

 

aus: Arbeits- und Lesebogen für die Schulen des Kreises Meschede, Heft2, Sagen des Mescheder Landes, Bearbeitung B.Göbel und Th.Tochtrop, B.Göbel nach einer Volkserzählung

 

 

Im letzten Jahrhundert

 

Im Jahr 1945 wurden die Angriffe durch englische und amerikanische Flugzeuge auch im Ruhrtal intensiver. Ziele dieser Bombardierungen waren die Ruhrtal-Bahnstrecke und der Bahnhof in Bestwig. Die Familien, die keinen geeigneten Schutzraum im eigenen Haus fanden, suchten Sicherheit in den Stollen um Velmede und Bestwig und auch in der Veleda-Höhle.

 

Schnell waren 10 bis 12 einfache Holzhütten im Wald vor der Höhle zusammengenagelt worden. In ihnen konnte das Notdürftige, das man zum Leben, Schlafen und Essen brauchte, verstaut werden. Mal war es ein kleiner Hühnerstall, der mit dem Pferdefuhrwerk zur Veleda-Höhle gebracht wurde, und mal war es ein aufwändiges Ersatzheim mit 2 Zimmern. Rita Hücker (geb. Lewe), Renate Dierkes (geb.Frese), Elke Hamelmann (geb. Düring) und Lorenz Bültmann haben als Kinder das Ende des Krieges an der Veleda-Höhle erlebt und können davon berichten, wie sie damals gelebt haben.

 

Einige Familien lebten Tag und Nacht an der Veleda-Höhle, während andere Familien morgens zügig mit den Handwagen den Berg hinaufeilten. So konnte auch ein kleiner Junge unten im Dorf vom Handwagen fallen, ohne dass es bemerkt wurde. Auf die Frage: Wo ist denn euer Rudi? machte sich die besorgte Mutter wieder auf ins Tal, um ihren Sohn nachzuholen.

 

Im Jahr 1945 wurde die Erstkommunion ausnahmsweise am ersten Ostertag gefeiert. Renate Dierkes und Helga Brüggemann ist dieser Tag in besonderer Erinnerung geblieben, denn nachdem der Festgottesdienst in der Pfarrkirche beendet war, ertönten die Sirenen und kündeten Luftangriffe an. Schnell ging es zurück in die Veleda-Höhle, wo die Kommunionfeier in Angst und ohne festliches Essen begangen wurde.

 

Im Dorf hatte man für die Baracken schnell die Bezeichnung „Angsthausen“ gefunden .Ihr „Bürgermeister“ war der Schmied Wilhelm Düring . Die Stimmung in der Siedlung an der Höhle war sonderbar. Während die Kinder im Wald spielten oder ein Buch lasen, sorgten sich die Eltern um das Essen oder um saubere Kleidung. Hörten sie die Sirenen aus dem Dorf oder Flugzeuglärm, so rannten sie schnell in die Veleda-Höhle und suchten Schutz. Immer lagen im Seitengang oder auf Felsvorsprüngen Matratzen, auf denen nachts geschlafen wurde. Übereinstimmend sagen die Kinder von Angsthausen heute, dass sie diese Zeit an der Höhle gar nicht so gefährlich erlebt hätten. Die Erinnerungen an das Spielen mit anderen Kindern im Wald sei viel präsenter. Bei den Eltern bzw. Müttern – viele Väter warne ja noch im Krieg- wird die Angst und Sorge überwogen haben.

 

 

Die Wiedereröffnung der Veleda Höhle

 

Einige Mitglieder der Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig fassten vor mehr als 10 Jahren den Plan, die Veleda-Höhle für Besuchergruppen zu öffnen. Was zunächst noch unmöglich erschien, konnten dank der Unterstützung von Behörden und vieler Höhlenfreunde aus Südwestfalen mit der Genehmigung für die Öffnung abgeschlossen werden.

 

Im Jahr 2014 wurden mit finanzieller Unterstützung aus dem Leader-Projekt „Vier mitten im Sauerland“ und mit Geldern der Gemeinde Bestwig Stege und Treppen in der Veleda Höhle eingebaut. Die Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig hat es sich zur Aufgabe gemacht, Interessierten die Besonderheiten in der Höhle und die Sagen und Geschichten rund um die Höhle zu veranschaulichen.

 

Am 29. und 30. Mai 2015 wurde mit einem imposanten Fest die Wiedereröffnung gefeiert. Die Seherin Veleda stieg in Nebel verhüllt aus der Höhle und gab sie für die Besucher frei. Gäste aus Politik und Verwaltung, aus Vereine und Verbänden und insbesondere Interessierte aus dem Ruhrtal waren gekommen, um einen Blick in den „Hohlen Stein“ zu werfen. Die Höhlenführerinnen und Höhlenführer hatten dem Anlass entsprechend historische Kostüme übergezogen und konnten an den beiden Tagen mehr als 900 Besucher mit in die Höhle nehmen. Veleda hatte sich in ein Germanenlager im Wald zurückgezogen. Hier konnten Mutige eine Hand voll Knochen auf eine Runentafel werfen und sich daraus die Zukunft weissagen lasen Ein germanisches Spezialgetränkt gab es für die Besucher kostenlos.

 

Auch die übrigen Vereine des Doppelortes waren aktiv. Auf dem Rastplatz „Am Knükel“ informierte die Dorfgemeinschaft über ihre Aktivitäten, der Männergesangverein und die Frauengemeinschaft sorgen für das leibliche Wohl. Das Büchereiteam beschäftigten mit vielen kreativen Ideen die Kinder und Jugendlichen. Am Ende des Wochenendes waren sich alle einige, dass die Höhleneröffnung nicht nur ein sehr gelungenes Fest war, sondern auch noch die beteiligten Vereine und Menschen näher zusammengebracht hat.

 

 

Jetzt haben Sie vieles über die Veleda Höhle in Velmede erfahren. Jetzt sollten Sie sie aber auch einmal live erleben. Kommen Sie zu einer öffentlichen Führung vorbei oder melden Sie sich mit einer Gruppe an.

 

Das Team der Veleda-Höhle freut sich auf Ihren Besuch!

(c) Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig e. V. Impressum