Fledermäuse

 

Heute ist die Veledahöhle Teil des Naturschutzgebiets „Hohler Stein“ und gleichzeitig Teil des noch weit größeren FFH-Gebiets „Höhlen und Stollen bei Olsberg und Bestwig“. Wie auch aus anderen westfälischen Höhlen haben Menschen in vergangenen Jahrhunderten die aufgrund der zahlreichen Tierreste mit Phosphaten und Nitraten angereicherten Bodeneinträge zur Düngung ihrer Felder aus der Höhle geholt. Dies wird dadurch dokumentiert, dass Freiherr von Kettler im Jahr 1788 mit der Veledahöhle als einer „Salpetergrube“ belehnt wurde.

 

Die Veledahöhle ist eins der bedeutendsten Fledermauswinterquartiere im Hochsauerlandkreis.

Die zahlreichen Fledermausknochen, die in Spalten und auf Felsvorsprüngen in der Höhle gefunden wurden, zeigen, dass die Höhle seit undenklichen Zeiten besonders im Winter von Fledermäusen aufgesucht wird.

Aber bereits im Spätsommer besuchen Fledermäuse die Höhle, um von hieraus nachts in ihre Jagdgebiete zu fliegen. Insgesamt überwintern heute in der Veledahöhle nur noch wenige Fledermäuse, die sich zumeist auch gut versteckt haben.

 

Bei den winterlichen Begehungen werden zwischen 15 und 30 Fledermäuse gezählt. Da die meisten aber tief in Spalten versteckt sind, werden nur wenige Prozent der tatsächlich dort überwinternden Fleedermäuse gesehen. Der Bestand dürfte sicherlich im 3-stelligen Bereich liegen.

 

 

Noch bemerkenswerter als die Anzahl ist die Artenvielfalt. Es wurden bereits folgende Arten beobachtet:

Nordfledermaus (Eptesicus nilssonii)

Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)

Teichfledermaus (Myotis dasycneme)

Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)

Großes Mausohr (Myotis myotis)

Kleine/Große Bartfledermaus (Myotis mystacinus / brandtii)

Fransenfledermaus (Myotis nattereri)

Braunes Langohr (Plecotus auritus)

 

Das Vorkommen der Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus) muss ebenfalls als wahrscheinlich angenommen werden.

 

Insbesondere das Vorkommen der Nordfledermaus ist bemerkenswert, da von dieser sehr seltenen Art in NRW nur weniger als 10 Winrterquartiere

bekannt sind und die Veledahöhle die meisten Individuen aufweist (z. B. 6 Tiere am 03.02.2008)

 

Im Gebiet gibt es ferner spezielle höhlenbewohnende wirbellose Höhlenkrebse. Ferner überwintern Feuersalamander in der Höhle.

 

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